Das Projekt "Lokal gewürzt"

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"Lokal gewürzt" ist ein vom Quartiersmanagement Soldiner Kiez gefördertes Projekt mit dem Ziel, das Konzept 'Essbare Stadt' zu unterstützen. Hierzu baut die Holzwerkstatt von HoFaTex ausrangierte Transportpaletten eines Möbelkaufhauses zu rollbaren Regalen um. Dann werden diese jeweils mit bis zu 16 Kräutertöpfen aus eigener Aufzucht bestückt und anschließend an Cafés, Restaurants und andere öffentliche Begegnungsstätten im Soldiner Kiez verteilt. Jedes der Regale ist ein Unikat, das von den Künstler*innen von Made in Wedding verziert wird. So verschönern diese praktischen Kunstwerke das Wohnumfeld und laden die Nachbar*innen ein, sich frische Kräuter zum Kochen mit nach Haus zu nehmen. Ganz nebenbei finden sie in der Flyerhalterung der Regale Informationen zum Konzept 'Essbare Stadt'.

Das Konzept setzt sich aus mehreren inhaltlichen Bausteinen zusammen. Zuallererst geht es um die Orte in Berlin, an denen essbare Pflanzen (z.B. Beeren, Obst, Kräuter) frei zugänglich wachsen ( https://mundraub.org/%C3%BCber-uns ). Die Berliner*innen erhalten Informationen darüber, welche Pflanzen wo zu finden sind und wie diese in der Küche verwendet werden können. Wichtig dabei ist natürlich zu wissen, ob diese Pflanzen unbelastet sind und bedenkenlos gegessen werden dürfen. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, erhalten die Berliner*innen Tipps, was sie dafür tun können, um die Wachstumsbedingungen an diesen Orten zu verbessern. Oft hilft es bereits, die hygienischen Bedingungen zu verbessern, unter denen die Pflanzen wachsen und bald steht dem unbedenklichen Verzehr nichts mehr im Wege.
Die 'Essbare Stadt' beinhaltet aber auch das urbane Gärtnern. Die Idee Obst und Gemüse selbst im Kiez anzubauen und es zu Hause in der Speisezubereitung zu verwenden, wird immer beliebter in Berlin. Es existieren bereits an zahlreichen Orten gut organisierte Nachbarschaftsgärten, die es zu entdecken gilt. Aber auch die Verwendung von regional erzeugten Landwirtschaftsprodukten gehört zum Konzept 'Essbare Stadt'. Dazu beliefern die Bauern aus dem Berliner Umland Gemeinschaften in der Stadt direkt mit Produkten, die den Jahreszeiten entsprechen. Die Nutzer*innen wissen genau, wo ihr frisches Obst und Gemüse herkommt, unter welchen Bedingungen es angebaut wird und dass keine Energie für lange Transportwege verschwendet wird. Aber auch Projekte von kommunalen Einrichtungen gehören zur 'Essbaren Stadt'. So werden zunehmend Schulhöfe mit Pflanzen begrünt, die in der Küche verwendet werden können. Selbst auf Grünflächen, die von der Bezirksverwaltung gepflegt werden wie beispielsweise Spielplätze, pflanzen die Ämter immer öfter Sträucher und Bäume, deren Früchte etwas Leckeres für zwischendurch sind. Die 'Essbare Stadt' bietet noch viele weitere Beispiele dieser Art, es wird Zeit sie zu entdecken!

Link zum Antrag
der Fraktion der SPD, der Fraktion Die Linke und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Urban Gardening in der Stadt verwurzeln.

https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-0633.pdf

Die Fotos wurden uns von Ron Gerlach zur Verfügung gestellt.